Inklusion

Die Teilhabe von Menschen mit Behinderung ist im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) schon lange ein wichtiges Thema und in einer Vielzahl von Sportangeboten, Konzepten und Maßnahmen in den Sportvereinen und Sportverbänden verankert. Auch beim Deutschen Sportabzeichen wird dieser Leitgedanke bereits umgesetzt: Seit 1952 gibt es spezielle, vom Deutschen Behindertensportverband (DBS) erarbeitete und kontinuierlich aktualisierte Leistungsanforderungen für Menschen mit Behinderung, die das Sportabzeichen ablegen wollen.

Die gemeinsame Zielsetzung ist es, künftig noch mehr Begegnungs- und Wahlmöglichkeiten im Deutschen Sportabzeichen zu schaffen, die ein gleichberechtigtes und gemeinsames Sporttreiben von Menschen mit und ohne Behinderung fördern.

Speziell vor diesem Hintergrund hat der DOSB 2014 das Projekt „Sportabzeichen und Inklusion“ ins Leben gerufen, welches in enger Kooperation mit der Aktion Mensch, dem Deutschen Behindertensportverband und seinen Landesverbänden sowie mit Unterstützung von Special Olympics Deutschland (SOD) und dem Deutschen Gehörlosen-Sportverband (DGS) durchgeführt wurde. Die auf drei Jahre angelegte Projektinitiative hat vor allem im Rahmen der Sportabzeichen-Tour mit zehn Veranstaltungen und durchschnittlich 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern pro Event dafür geworben, dass Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam das Sportabzeichen ablegen und dabei mit großer Freude aktiv sind.

Die im Rahmen des Projektes gesammelten Erkenntnisse werden im Folgenden Vereinen und Verbänden im organisierten Sport zur Verfügung gestellt.

Im Mittelpunkt des Projektes stand die Frage, welche Voraussetzungen bei Veranstaltungen im Rahmen der Sportabzeichen-Tour geschaffen werden müssen, um Menschen mit und ohne Behinderungen die gemeinsame Vorbereitung und das Ablegen der Prüfungen zu ermöglichen.

„Athleten mit und ohne Behinderungen können über den Sport ihr Selbstwertgefühl steigern. Es ist wichtig, weiterhin Wahlmöglichkeiten zu erhalten und das zielgruppenspezifische Sporttreiben, wie beispielsweise im Deutschen Behindertensportverband und Special Olympics Deutschland zu ermöglichen. Aber es ist gleichzeitig wichtig, eine gemeinsame Ebene der Inklusion zu finden“, sagt Prof. Dr. Wegner.

Den Abschlussbericht zur wissenschaftlichen Projektbegleitung mit allen Erhebungen und Ergebnissen finden Sie hier

Erklärvideo

Das Erklärvideo des Deutsche Behindertensportverband mit den Protagonisten Arne und Luca zeigt, welche Leistungsanforderungen es gibt, wo Vereine oder Sportabzeichen-Treffs zum Training und zur Abnahme der Prüfung zu finden sind und wie man sogar selbst Prüfer*in für das Deutsche Sportabzeichen werden kann. Dabei lernen Arne und Luca, wie hilfreich gegenseitige Unterstützung und Motivation beim Training ist und dass sich die sportlicheHerausforderung am Ende auszahlt. Schließlich gibt es neben der verbesserten körperlichen Fitness eine Urkunde und das Sportabzeichen als Ehrenabzeichen der Bundesrepublik Deutschland mit Ordenscharakter. 

Buddy-Sportabzeichen

Gemeinsam das Buddy-Sportabzeichen ablegen!

Das Buddy-Sportabzeichen bietet Sportler*innen mit und ohne Behinderung die Möglichkeit gemeinsam für das Deutsche Sportabzeichen zu trainieren und das Sportabzeichen abzulegen. Auf dem Weg zum Sportabzeichen melden sich zwei Buddys (engl. für Partner*in, Freund*in) als Team bei einem Verein oder Sportabzeichen-Treff in ihrer Nähe an, motivieren und unterstützen sich bei Ihren sportlichen Herausforderungen und erreichen gemeinsam ihr Ziel – das Deutsche Sportabzeichen. Alle wichtigen Informationen und Anforderungen für das Deutsche Sportabzeichen für Menschen mit und ohne Behinderung beinhaltet der neue Flyer zum Buddy-Sportabzeichen. Diesen gibt es in Alltags- und auch in Leichter Sprache unter diesem Link. Die Flyer können als Druckexemplare in gewünschter Stückzahl beim Deutschen Behindertensportverband (DBS) unter sportabzeichen(at)dbs-npc.de bestellt werden.

Wie das Buddy-Sportabzeichen in der Praxis funktioniert, zeigt ein kurzes Video von der DOSB-Sportabzeichen-Tour am 9. September 2016 in Kaiserslautern.

Ihr habt Fragen, möchtet uns von euren Erfahrungen beim Buddy-Sportabzeichen berichten, Bilder von eurem gemeinsamen Training oder eurer Sportabzeichen-Prüfung schicken, dann meldet Euch ebenfalls unter sportabzeichen(at)dbs-npc.de.

Podklusion

„Podklusion“ mit einem Beitrag zum Deutschen Sportabzeichen

"Podklusion" ist der Titel einer Serie von der Hochschule Fulda und setzt sich aus den Worten Podcast und Inklusion zusammen. Die Besonderheit der Serie ist , dass die Inhalte in Leichter Sprache formuliert und am Ende jeder Folge zu einer kleinen Bewegungseinheit animiert wird. Jetzt gibt es auch einen Beitrag zum Deutschen Sportabzeichen. Neugierig? Na dann einfach mal reinhören und den Anleitungen folgen (bitte auf das Logo klicken). Viel Spaß!

„Sportabzeichen to go“

„Sportabzeichen to go“ (hybrides Angebot) wurde eingestellt.

Vielen Dank, für dein Interesse an unserem Projekt „Sportabzeichen to go“ in den vergangenen 2 Jahren. Unser Ziel war es allen Interessierten das Deutsche Sportabzeichen näher zu bringen, insbesondere auch das Abzeichen für Menschen mit Behinderung. Wir wollten einen Weg aufzeigen, sich inklusiv und über Stadtgrenzen hinaus, zusammenzuschließen und sich gemeinsam sportlich fit zu halten, um einmal im Jahr das Deutsche Sportabzeichen abzulegen. Sich Online zusammenzufinden schien uns insbesondere in der Corona-Zeit ein ideales Format.

Wir haben auf der Website www.sportabzeichentogo.de über die Online-Termine informiert und auf Veranstaltungen hingewiesen, an denen inklusiv das Sportabzeichen abgelegt werden konnte.

Nach knapp zwei Jahren mussten wir aber feststellen, dass sich das Online-Format für diesen Zweck nicht bewährt hat. Wir haben uns, daher entschlossen das Projekt „Sportabzeichen to go“ einzustellen.

Nichtsdestotrotz liegt es uns sehr am Herzen alle Menschen zum gemeinsamen Sporttreiben zu animieren und wir sind der Meinung, dass das Deutsche Sportabzeichen hierfür ein toller Einstieg sein kann. Daher werden wir auch weiterhin bemüht sein, Veranstaltungen zu sammeln und zu initiieren, an denen alle Menschen gemeinsam das Sportabzeichen ablegen können. Diese könnt ihr zukünftig auf dieser Seite finden.

Die E-Mail-Adresse info@sportabzeichentogo.de ist ebenfalls abgeschaltet. Ihr könnt uns zukünftig auf diesem Wege erreichen:

Christina Haack (Landessportbund Hessen): chaack(at)lsbh.de
Anne Effe (Special Olympics Deutschland/Hessen): anne.effe(at)specialolympics.de
Ellen Lewis (Sportkreis Darmstadt/Dieburg): ellen.lewis(at)sportkreis-darmstadt-dieburg.de
Ines Prokein (Hessischer Behinderten- und Rehabilitations- Sportverband): iprokein(at)hbrs.de

Das Projekt „RINKA“ der Hochschule Fulda war ebenfalls an diesem Projekt beteiligt, allerdings ist dieses Projekt zum 31.12.2022 ausgelaufen.

Falls ihr Fragen und Anregungen rund um das Deutsche Sportabzeichen für Menschen mit und ohne Behinderung habt, sind wir weiterhin gerne eure Ansprechpartner.

Der Leitfaden

Der Leitfaden „Mit dem Deutschen Sportabzeichen auf dem Weg zur Inklusion. Planung und Umsetzung von inklusiven Sportabzeichen-Veranstaltungen“ ist ein Ergebnis der Projektarbeit und motiviert, inklusive Angebote im Deutschen Sportabzeichen auf- und auszubauen. Er richtet sich insbesondere an alle Interessierten innerhalb und außerhalb des Vereinssports, die inklusive Sportabzeichen-Veranstaltungen planen oder sich erste Informationen zur Vorbereitung einholen möchten.

Beim Klick auf das Bild rechts öffnet sich die "barrierefreie" Version des Leitfadens. 

Wegweiser zum Deutschen Sportabzeichen für Menschen mit Behinderung.

Der Film zum Leitfaden

Als Ergänzung zum Leitfaden „Mit dem Deutschen Sportabzeichen auf dem Weg zur Inklusion. Planung und Umsetzung von inklusiven Sportabzeichen-Veranstaltungen.“  wurde ein Erklärfilm erstellt, welcher die wichtigsten Kapitel des umfangreichen Leitfadens mit eindrücklichen Bildern und Szenen veranschaulicht.

Nachrichten

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Deutschland wieder in Bewegung bringen – so lautet das Ziel von Bundesregierung und Sportdeutschland.

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